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PKV-Verband nimmt Stellung zum Spiegelartikel

In der Zeitschrift Spiegel erschien diese Woche ein Artikel zum Thema Private Krankenversicherung. Hier wird berichtet, dass immer mehr PKV-Versicherte in die GKV gehen. Nun nimmt der PKV Verband zu dieser Falschaussage Stellung. So äußert sich der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, Volker Leienbach dazu:

Jedes Jahr wechseln deutlich mehr Menschen aus der Gesetzlichen Krankenversicherung in die Private Krankenversicherung als in umgekehrter Richtung. Gegenteilige Behauptungen sind absurd und nachweislich falsch. Wenn einzelne Vertreter gesetzlicher Krankenkassen versuchen, einen anderen Eindruck zu erwecken, ist das nicht seriös. Verschwiegen wird dabei die Zahl der gesetzlich Versicherten, die im selben Zeitraum in die Private Krankenversicherung streben. Tatsache ist: Der Saldo der Wanderungsbewegungen zwischen GKV und PKV zeigt Jahr für Jahr einen großen Abstand zu Gunsten der PKV. Abschließende Zahlen für das Jahr 2011 liegen uns zwar noch nicht vor, doch schon die Zwischenberichte zeigen, dass der Vorsprung der PKV in der Wanderungsbilanz gegenüber dem Vorjahr sogar noch gewachsen ist. Von einem Abwanderungstrend kann also überhaupt nicht die Rede sein – das Gegenteil ist richtig.

Die aufgelisteten Zahlen zeigen die realen Wanderungsbewegungen zwischen GKV und PKV aus den letzten Jahren. Diese Zahlen sind seit jeher starken Schwankungen unterworfen, doch eines gilt für alle Jahre: Der Saldo zu Gunsten der PKV war immer eindeutig positiv. Überdies entstehen die meisten Wechsel zur GKV infolge zwingender gesetzlicher Vorgaben – vielfach sogar gegen den erklärten Willen der Versicherten. Demgegenüber erfolgt jeder Wechsel von der GKV zur PKV stets komplett freiwillig.

Ein Wechsel zwischen GKV und PKV unterliegt klaren gesetzlichen Regeln. Der „Spiegel“-Bericht zitiert Vertreter gesetzlicher Krankenkassen mit Andeutungen, dass sie wechselwilligen Versicherten Schlupflöcher zur Umgehung der gesetzlichen Schranken aufzeigen. Wenn eine Krankenkasse als öffentlich-rechtliche Körperschaft Beihilfe zur Umgehung des Sozialgesetzbuches leisten sollte, wäre dies ein Skandal. Die PKV steht jedenfalls für solche rechtswidrigen Praktiken nicht zur Verfügung.“

Wanderungsbewegungen zwischen GKV und PKV

2010

Übertritte zur PKV: 227.700

Abgänge zur GKV: 153.200

Saldo: + 74.500

2009

Übertritte zur PKV: 288.200

Abgänge zur GKV: 146.500

Saldo: + 141.700

2008

Übertritte zur PKV: 244.900

Abgänge zur GKV: 151.000

Saldo: + 93.900 2007

2007

Übertritte zur PKV: 233.700

Abgänge zur GKV: 154.700

Saldo: + 79.000

2006

Übertritte zur PKV: 284.700

Abgänge zur GKV: 143.900

Saldo: + 140.800  

Quelle. Die Deutsche Versicherungsbörse  18.1.201